15.07.2010

Zeitpunkt.Jetzt.

Und? Was machst du nach dem Abi?
Diese Frage ist nun mehr als ein Jahr Vergangenheit.
Und viel hab ich gemacht. Vor allem bin ich meinen Füßen gefolgt. Und sie haben mich zu wunderbaren Orten gebracht. Nicht immer ein leichter Weg, aber ich hab immer das Schöne gesehen, gefunden. Gelernt. Bin immer genau dahin gegangen, wo ich etwas finden konnte, was mich weiter bringt.

Zeitpunkt Jetzt: Berlin.
Konkrete Schritte auf das Studium hin.
Konkrete Inhalte lernen, da ich mitten im Berufsalltag bin.
Mehr als nur einen Eindruck bekommen.
Und obwohl es jetzt so konkret ist, weiß ich wieder nicht, wo ich eigentlich am Ende des Jahres sein werde. Wo ich eigentlich die nächsten Jahre leben, lernen werde.

Zeitpunkt Jetzt: Sommer.

26.04.2010

der, der das glück bringt.

in mitten dieser stadt, zwischen den dahin rasenden autos, der wirschen mischung von baustilen, seh ich ihn.
den, der wenn man ihn berührt, glück bringt. das glaubte ich als kind.
mir bringt es glück ihn heut einfach zu sehn.
ein einzelgänger in dieser zeit.
irgendwie verloren in ort und zeit.
besonders.
er erinnert mich an meine kindheit.
und das bringt mir ein lächeln aufs gesicht zurück.

15.04.2010

die willensübung dem eigenen willen zu folgen.

die schule des lernens ist das leben.
ich gehe jeden tag dorthin. und sie kommt jeden tag zu mir.
manchmal werd ich mir über den besuch und das neu erlernte erst viel später bewusst.
dann bemerke ich, wieviel potential in jeden einzelnem tag, der stunde und all den momenten dazwischen liegt.
das bewusstsein darüber zu haben, dass ich schüler bin, dass ich in jeden dieser zeiten lerne.

und manchmal frag ich mich, warum das, was ich so sehr tun will, so sehr lernen will, mir doch am schwersten fällt. nicht das anfangen! nein, im beginnen bin ich gut. ich kann planen, organisieren und beginnen. doch dann das tun über lange zeit. warum muss ich durch-halten, warum mich selber überlisten, um das zu tun, was ich doch am meisten tun will?
ist der mensch wirklich - allgemein gesagt- so träge?

dieser willensakt. die willensübung dem eigenen willen zu folgen.

das klingt doch paradox.

und doch, wer sich außerhalb der strukturen, ohne stundenplan, abgabetermin etc. bewegt, wer sein eigener lehrer und schüler ist, der weiß, dass das, was man will, oft nicht das ist, was man tut.

und doch glaube ich daran, dass es der mühe und den willens- und kraftakt wert ist, es immer und immer wieder neu zu beginnen.
auch wenn man an sich selbst scheitert und zu den verabredungen mit sich selber nicht kommt.

das leben ist ein offener lehrplan, den ich füllen kann. und ich bekomme keinen tadel, wenn ich nicht komme oder zu spät. außer von mir selbst.

25.03.2010

home is where i am.

ich sitze in der sonne in unserem garten.
die frühlingssonne wärmt meine noch gebräute haut.
eine unglaublich leichte frische liegt in der luft.
der frühling ist da!
und doch merk ich, dass der lange, kalte winter den menschen noch in den knochen steckt. dass die erde sich noch zu gut an schnee, frost und eis erinnert.

dann lauf ich durch den park. meinen park. hier bin ich aufgewachsen.
mich begrüßen schneeglöckchen, krokusse und andere lieblich blühende blumen.
kinder des frühlings. aus der kälte geboren.
das braune kleid der landschaft durchbrechend, das grau abwendend, kommen sie mit ihren farbenfrohem gewand.

ich bin zuhaus. denn ich bin hier mit einem lächeln auf dem gesicht.

12.03.2010

letzten tage.

langsam kommt alles zum ende und der kreist schliesst sich.
wie zu anfang bin ich wieder in wellington.
anstatt mehr von der nordinsel zu bereisen werd ich mich in den bus setzten und nach auckland duesen.
wie am anfang.
und dann in auckland bei den lieben leuten unterkommen. wie am anfang.
der kreis schliesst sich. bekannte orte und gesichter.
und es fuehlt sich gut an langsam den heimweg anzutreten.
die zeit ist erfuellt, gefuellt.

05.03.2010

die richtung des wassers ist andersrum
wenn es in den abfluss fliesst.
die sonne scheint staerker
der mond ist heller, groesser und schoener.
mehr sterne und irgendwie sind sie naeher
sprit kostet halb so viel
autos sogar weniger
man kann komplette haeuser kaufen
und sie aufstellen wo man will
ca.400 mio schafe
4 mio menschen (+ wahrscheinlich genau soviele touristen)
in dortmund leben mehr menschen
als auf der ganzen suedinsel

alles eine frage der perspektive.
klingt wie fakten.

27.02.2010

drei wochen unterwegs auf der strasse sind vorbei.
ueber 3000km haben wir geschafft.
bin noch im verarbeitungsprozess. wird wohl eine weile dauern.

wichtig das jetzt: angekommen auf einer demeterfarm, ca. 1 1/2std nördlich von Christchurch, bei Scargill. die farm gehört Rosas dad.wunderschöner ort!
tut so gut wieder an einem ort zu sein, fühlt sich sicher und mehr geerdet an.
die natur, das frische gemüse, selbstgebackendes brot, mit dem eigenen dinkel, frische milch, kräuter aus dem garten.
alles was gut tut.

morgen ist offiziell der letzte tag des sommers, wenn ich aber schätzen müsste, wieviel grad es grad ist, würd es so über die 35°C sein. gefühlt.

ich habe nun noch 17 tage in neuseeland und werd wohl eine weile noch hier auf der farm blieben und von hier aus noch ein bisschen reisen. aber alles ein bisschen langsamer angehen.

so sehn wir uns bald schon wieder (auch wenn ich schon neue reisepläne hab...).

sonnenstrahlen und wärme für euch.